Das Gefühl lässt nach
Bei langjährigem Diabetes können die Nerven in den Füßen Schaden nehmen. Druckstellen, kleine Schnitte oder ein zu enger Schuh tun dann nicht mehr weh — und werden übersehen, bis sie größer sind.
Der diabetische Fuß
Bei Diabetes zählt vor allem die Sorgfalt: Wir sehen uns beide Füße genau an, arbeiten besonders sanft, halten Veränderungen fest und sagen Ihnen offen, wenn eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Was am diabetischen Fuß anders ist
Ein gesunder Fuß meldet sich, wenn etwas drückt. Bei langjährigem Diabetes kann genau diese Meldung ausbleiben. Dann ist es gut, jemanden zu haben, der regelmäßig nachsieht.
Bei langjährigem Diabetes können die Nerven in den Füßen Schaden nehmen. Druckstellen, kleine Schnitte oder ein zu enger Schuh tun dann nicht mehr weh — und werden übersehen, bis sie größer sind.
Wo weniger Blut ankommt, heilt weniger schnell. Aus einer kleinen Verletzung, die bei anderen in drei Tagen vergessen ist, kann eine Sache von Wochen werden.
Trockene Haut reißt leichter ein, besonders an der Ferse. Genau diese Risse sind die Eintrittspforte, die man bei Diabetes nicht offen lassen möchte.
Wenn Sie die Füße nicht mehr gut sehen oder erreichen und dazu wenig spüren, sind Schere und Hobel keine gute Idee. Wir übernehmen das gerne – behutsam und mit dem passenden Werkzeug.
Wie wir arbeiten
Vier Dinge machen bei Diabetes den Unterschied. Jedes einzelne ist unspektakulär – zusammen sind sie der Grund, warum viele Kundinnen und Kunden uns vertrauen.
Wir arbeiten zurückhaltend und nehmen lieber weniger weg als zu viel. Ein zweiter Termin ist harmloser als eine Verletzung im ersten.
Vor der Behandlung sehen wir beide Füße durch — Zwischenräume, Fersen, Nagelfalze und Druckstellen. Was uns auffällt, sagen wir Ihnen, und wenn Sie möchten, auch Ihren Angehörigen.
Was sich von Termin zu Termin verändert, notieren wir. Damit sehen wir beim nächsten Mal, ob eine Stelle abheilt oder größer wird — und Sie haben etwas in der Hand, wenn Sie zur Ärztin gehen.
Bei Diabetes ist ein kürzerer Abstand oft sinnvoll als die üblichen sechs bis acht Wochen. Wir sagen Ihnen nach der ersten Behandlung, was wir für angemessen halten — entscheiden tun Sie.
Zwischen den Terminen
Fußpflege ist in Österreich ein Gewerbe und keine Heilbehandlung. Beim diabetischen Fuß liegt uns diese Klarheit besonders am Herzen – deshalb steht sie hier und nicht im Kleingedruckten.
Was zwischen den Terminen hilft
So läuft ein Termin
Die Reihenfolge macht den Unterschied: Erst wenn wir wissen, wie Ihre Füße aussehen, setzen wir ein Instrument an.
Seit wann der Diabetes besteht, wie er eingestellt ist, ob Sie an den Füßen noch alles spüren und ob eine Ärztin die Füße bereits kontrolliert. Das entscheidet, wie wir arbeiten.
Beide Füße werden angesehen, bevor ein Instrument angesetzt wird. Nägel, Hornhaut und Druckstellen kommen zurückhaltend an die Reihe, mit Pausen, wenn es Ihnen zu viel wird.
Am Ende erfahren Sie, wie die Füße aussehen und ob wir etwas beobachten wollen. Wenn etwas in ärztliche Hände gehört, sagen wir das deutlich — und nicht erst beim nächsten Termin.
Was es kostet
Die zusätzliche Vorsicht und die Zeit zum Anschauen sind Teil der Behandlung, nicht ein Posten daneben.
Die Behandlung
Hornhaut sanft abtragen, Nägel kürzen und feilen, Nagelhaut pflegen, eingewachsene Nägel und Hühneraugen behandeln, abschließend eine pflegende Creme.
58,– rund 60 Minuten
Dazu die Anfahrt
Welche Zone für Ihre Adresse gilt, hängt davon ab, wer in Ihrer Region unterwegs ist – gemessen wird ab dem Wohnort der Mitarbeiterin über den kürzesten Weg. Wir sagen es Ihnen bei der Terminvereinbarung.
Die Pauschale gilt einmal je Hausbesuch, nicht je Behandlung. Wenn mehrere Personen im Haushalt behandelt werden, teilen Sie sie sich. Anfahrt ab einer Dienstleistungssumme von 58,–; anfallende Parkgebühren werden gegebenenfalls zusätzlich weiterverrechnet. Für Diabetes verrechnen wir keinen Zuschlag.
Alle Preise ansehenFragen zu Diabetes
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an und beschreiben Sie es – gemeinsam klären wir, ob wir Ihnen helfen können oder wen wir empfehlen.
Dasselbe wie jede andere Fußpflege bei uns: die klassische Fußpflege kostet 58 Euro, dazu kommt die Hausbesuchspauschale von 15 Euro bis 45 Euro je nach Zone. Für den diabetischen Fuß verlangen wir keinen Aufschlag — die zusätzliche Vorsicht und die Zeit zum Anschauen sind Teil der Behandlung.
Die gewerbliche Fußpflege ist in Österreich eine Privatleistung, die Krankenkasse übernimmt sie in der Regel nicht — auch bei Diabetes nicht. Bei bestimmten Erkrankungen kann eine ärztlich verordnete Behandlung anders geregelt sein, und die Regelungen unterscheiden sich je nach Träger und Diagnose. Erkundigen Sie sich dazu gerne direkt in Ihrer Ordination und bei Ihrer Krankenkasse.
Für einen Termin bei uns nicht. Sie rufen an oder buchen online, mehr ist nicht nötig – die gewerbliche Fußpflege in Österreich braucht keine Verordnung. Wenn Ihre Ärztin eine Behandlung veranlasst hat, bringen Sie die Unterlagen gerne mit; dann wissen wir, worauf wir besonders achten sollen.
Für die meisten Menschen sind sechs bis acht Wochen ein guter Rhythmus. Bei Diabetes ist oft ein kürzerer Abstand sinnvoll, besonders wenn das Spürvermögen nachgelassen hat oder sich schnell wieder Hornhaut bildet. Wir sagen Ihnen nach der ersten Behandlung, was wir für Ihre Füße für angemessen halten — und stimmen es mit dem ab, was Ihre Ärztin sagt.
Sie ist es dann, wenn unvorsichtig gearbeitet wird — deshalb arbeiten wir zurückhaltend, sehen beide Füße vorher durch und nehmen lieber weniger weg als zu viel. Gefährlicher als eine fachliche Fußpflege ist bei Diabetes in aller Regel das Selbstschneiden mit Schere oder Hornhauthobel.
Eine offene Wunde am diabetischen Fuß gehört in ärztliche Behandlung, nicht in die Fußpflege. Wir behandeln dann den Rest des Fußes, lassen die Stelle in Ruhe und sagen Ihnen, dass sie angesehen gehört. Wenn eine Wundversorgung läuft, stimmen wir uns auf Wunsch mit dem Pflegedienst oder den Angehörigen ab.
Nicht sicher, ob eine Fußpflege bei Ihnen gerade das Richtige ist? Rufen Sie uns an und beschreiben Sie es – wir sagen Ihnen offen, was wir dazu meinen.
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